Die Vorspeise: Lula

KulturArena am Donnerstag: Der Theatervorplatz ist halbgefüllt, da tritt Bela B. auf die Bühne, um höchstpersönlich Lula, die Vorband des Abends, anzukündigen. Im fünften Song dann kommt der Meister als Duettpartner zurück, sehr zur Freude derer, die seit 17:00 Uhr den Einlass der KulturArena belagerten („Wir woll’n den Bela seh’n!“).

Sollte sich noch jemand an das (West-) Berliner Projekt La Lora erinnern, das war Mitte der 80er Jahre, der hat zumindest eine leise Vorstellung, wie Musik von Lula klingt. Ein wenig Anleihe von Björk, manchmal klingt ein bisschen Philip Boa durch; das ganze gepowert von Bela B. – kann eigentlich nichts mehr schief gehen – oder?

Dass der Funke letztlich doch nicht wie gewünscht übersprang, lag wohl daran, dass das Publikum auf jemanden anderes wartete, als das, was da auf der Bühne zu sehen war – es war noch nie leicht, Vorband zu sein. Lula trägt’s mit Fassung. Die junge Frau singt mal englisch, singt mal deutsch und pfeift ansonsten auf alle Konventionen. Nach acht Songs hatte sie fertig und das Publikum freute sich auf das Hauptgericht des Abends.

Text: Jens Mende

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.