Joy Denalane in der Jenaer KulturArena

3.000 Besucher in der restlos ausverkauften KulturArena feierten am Freitagabend eine großartige Joy Denalane, die im Rahmen ihres Auftrittes in Jena ihr aktuelles Album „Born & Raised“ vorstellte. Einer großen Welle gleich ergoss sich eine gehörige Portion Soul und Rhythm & Blues von der Bühne, umspülte das Publikum und nahm es mit auf eine Reise über den Ozean der Empfindungen der Joy D.

Die junge Frau erzählt in ihren Songs aus ihrer Kindheit in Berlin, von der Schwierigkeit des Loslassens, von Liebe und Leid und beschreibt das Leben in seiner Vielfalt in getragenen Kompositionen und wohltuend sparsamen Arrangements. Das prägnanteste Instrument des Abends ist die Stimme Joy Denalanes. Es ist beeindruckend zu hören, wie sie scheinbar mühelos mit den Oktaven spielt – das hat in den Höhen etwas saxofonhaftes, in den Tiefen erinnert sie an eine Katze, die zufrieden schnurrt. 

Zufrieden konnte auch das Publikum sein. Die Künstlerin beschränkte sich nicht auf pure Promotion ihrer aktuellen CD, sondern brachte auch jene Songs zum Vortrag, mit denen sie – quasi über Nacht – im Jahr 2002 die deutschen Charts eroberte. Mit einer Stimme, die ein wenig an Letta M´Bulu, an Aretha Franklin oder Mary J. Blige erinnert, sang sie sich damals in ihrer Muttersprache – deutsch –  mit dem Album „Mamani“, produziert von Max Herre, in die Top 10.

Inzwischen aber scheint der deutsche Musikmarkt für die quirlige Tochter eines Südafrikaners zu klein zu sein. Nun also singt sie in englischer Sprache und will die Welt erobern. Warum auch nicht, steht doch ein Produzententeam hinter ihr, dass sich sehen (und hören) lassen kann: Max Herre (mit dem Joy Denalane seit nunmehr acht Jahren ein Paar ist) und dem international renommierten Sound-Engineer Axel Niehaus. Unter den vokalen Gast-Beiträgen des aktuellen Albums finden sich Namen wie Raekwon vom Wu-Tang Clan oder Jay-Z’s neuester Protegé, Lupe Fiasco.

Ein begeisterungsfähiges Publikum tanzte, applaudierte und sang gemeinsam mit der Künstlerin und ging erwartungsvoll in ein hochsommerliche Temperaturen versprechendes Wochenende – heiß aber war es bereits am Freitagabend in Jena geworden dank der Performance Joy Denalanes, der man, ohne Prophet sein zu wollen, durchaus eine große internationale Karriere zutrauen darf.

Text: Jens Mende
Weitere Fotos in der Happy Arts Galerie.

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