The Idan Raichel Project in der KulturArena

Am Donnerstagabend breitete The Idan Raichel Project einen Soundteppich auf dem Theatervorplatz aus, der ein wenig an Ofra Haza, an Mory Kante erinnerte und doch war da etwas niegehörtes in diesem Mix aus afrikanischen und orientalischen Einflüssen, mit gängigen Beats unterlegt, mal poppig, mal balladesk. Weltmusik im Wortsinn also, der den rund 1.000 Besuchern in der Jenaer KulturArena dargeboten wurde, denn die Bandmitglieder des Idan Raichel Projects kommen aus aller Herren Länder: Aus dem Sudan, aus Israel, Athiopien, Südafrika, Uruquei…

Spätestens beim dritten Song sprang der Funke über, ging das Publikum bereitwillig mit. Die Band zauberte Melodiebögen mal schwermütig und verhalten, dann wieder fröhlich und verspielt und doch steckt hinter dem Projekt mehr als nur tanzbare Popmusik zum mitklatschen.

Idan Raichel rief das Projekt ins Leben, um musikalisch Brücken zu bauen, der Sehnsucht nach Frieden Gehör zu verschaffen, Völkerverständigung zu betreiben um auf diese Weise einen Beitrag zu leisten, Wunden zu heilen, die Krieg und Völkerhass schlugen. Zum löblichen Anliegen kam schnell der Erfolg: Nach zwei Alben, die mehrfach Platin- und Goldauszeichnungen erhielten und entsprechenden Charterfolgen ist The Idan Raichel Project in Israel ganz oben angekommen und will mit seiner Botschaft von Gemeinschaft und Respekt über die Landesgrenzen hinaus ein noch größeres Publikum erreichen.

Wie lautete doch der Slogan der letztjährigen KulturArena? Music is the language of us all (Musik ist unser aller Sprache) – und genau das setzt Idan Raichel mit seinem Projekt um. Seine Texte sprechen von Liebe, Frieden, Sehnsucht, Toleranz und Versöhnung.

Für seinen Auftritt in der Jenaer KulturArena bleibt zu resümieren: Botschaft angekommen und verstanden. Und, quasi als netter Nebeneffekt: Das Gastspiel des Idan Raichel Projects machte die ohnehin schon breite Palette des Arena-Angebotes um einen weiteren Farbtupfer reicher.

Text: Jens Mende
Fotos: Markus Kämmerer/Happy Arts

Weitere Fotos in der Happy Arts Galerie.

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