Blut, Blutiger, Die Orestie

Rot, Weiß und Gelb sind die dominierenden Farben des Open Air Theaterspektakels „Die Orestie“ mit dem dieses Jahr die Kulturarena in Jena eröffnet wird.

Nachdem Regisseur Markus Heinzelmann letztes Jahr schon die Dreigroschenoper gut 100 Jahre nach vorn in die Zukunft legte, sind es bei der antiken griechischen Trilogie gleich 2500 Jahre, die das Stück verjüngt wurde. Das Gemetzel bleibt jedoch ein Gemezel und wird durch reichlich Rote BeeteBlut ins Groteske überführt. Das Thema bliebe auch ohne diesen Transfer absolut zeitgemäß. Wikipedia fasst es in drei Sätze:

Der Vater Agamemnon opfert seine Tochter Iphigenie. Die Mutter Klytaimnestra tötet deshalb ihren Mann Agamemnon und dessen Geliebte Kassandra. Der Sohn Orestes tötet daraufhin seine Mutter Klytaimnestra und deren Geliebten Aigisthos. Orestes – und das ist neu – wird dafür nicht mit dem Tod bestraft und der Fluch der Familie wird durchbrochen.

Über 90 Statisten und eine ansehnliche Kulisse sorgen für ordentlich Abwechslung in den über zwei Stunden Spielzeit. Musikalisch wird das Stück von Vicki Schmatolla und ihrer Band begleitet und hat einiges zu bieten. Nur der „Griechische Wein“ ist allenfalls durch lautes Mitsingen zu ertragen, aber genau das ist vermutlich das Ziel. Beeindruckendes leistet Saskia Taeger in der Rolle der Klytaimestra .

Ausführlicher Bericht über die Premiere in einem Artikel von Jens Mende

Weitere Bilder der Presseprobe befinden sich in der Happy Arts Galerie.

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5 Kommentare zu „Blut, Blutiger, Die Orestie“

  1. Die Orestiezeit war die geilste Zeit in meinem Leben. Es war eine riesige Ehre mit den ganzen Profis auf einer Bühne zu stehen und die Proben haben auch megaspaß gemacht! Vor allem die Tochter von saskia zu spielen und auf der Bühne zu sterben hat Spaß gemacht! xD Luisa

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  3. „Rot, Weiß und Gelb“ >> weißt Du, wofür diese Farben ursprünglich stehen?
    „…Die Farben weiß, rot und gold deuten auf die Göttinnen-Triade hin: rot symbolisiert das (Menstruations-)Blut der Göttin und die Frau der Trias (31), das Gold wahlweise den Mond oder die Sonne – je nach Zuordnung innerhalb der regionalen Mythen.(32) Das weiße Kleid mag an Priestergewänder erinnern, die üblicherweise mit dem Adjektiv argos – weiß schimmernd – bezeichnet wurden; der Weg zur Weißen Göttin ist nicht weit. Argos ist gleichfalls mit der danaischen Gerste-Göttin von Argos verbunden – in ihr erkennt Frazer „entweder Demeter oder ihre Doppelgängerin Persephone“ (33)…“ (http://germanistory.de/wiss/ANH.htm)

  4. alles klar… mhhz und was sagt uns das jetzt? meinst du jetzt, dass die das so gemacht haben, damit man diese assoziationen damit hat oder wie? =) mhhz… könnt schon sein KP

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