Vergleich der Canon PowerShot A-Serie

Die PowerShot-Serie umfasst Canons Kompaktkameras, die etwas größer und leistungsfähiger, als die der IXUS Serie sind. Während bei der IXUS besonders auf das Design und einfachste Bedienung Wert gelegt wird, hat die PowerShot ein eher klassisches Design und mehr manuelle Einstellmöglichkeiten. Außerdem werden meist zwei AA-Batterien anstatt LiIonen-Akkus genutzt.
Die PowerShot-Modellpalette ist groß und unübersichtlich geworden. Die Unterschiede zwischen den Kameras liegen oft in einem Detail, welches nicht sofort ersichtlich (z.B. Sensorgröße 1/1.8″ bei der A620/A630), aber für die Kaufentscheidung wichtig ist. Die folgende Übersicht zeigt diese Unterschiede. Auf die vielen Marketing-Features wird nicht eingegangen, da sie in der Praxis meist nur geringe Bedeutung besitzen und von den meisten Anwendern weder gebraucht noch benutzt werden. Käufer einer PowerShot wollen einfach gute Bilder mit einer ‚Immer-Dabei-Kamera’; wer mehr möchte, greift zum Beispiel zu einer PowerShot G7 oder einer 1D Mark II.

Zusammenfassung der Kaufempfehlung ohne technische Details: Die A630 für 257 € hat ein optimales Preis/Leistungsverhältnis und geringes Rauschen. Die A540 ist die preiswerte Alternative für 179 €. Tipps für den Kauf der passenden Speicherkarte gibt der Artikel „Empfehlung SD-Speicherkarte für Digitalkameras“.

Die PowerShot A420 und A430 sind die mit rund 100 € preiswertesten PowerShot-Kameras. Deshalb fehlt es an allem Wichtigem: der Sensor ist mit 1/3″ viel zu klein, 4 Megapixel bieten keine Reserven, der Zoombereich geht erst bei 39 mm (äquivalent zu Kleinbild) los und endet bei der A420 bei 125mm (F5.1), bei der A430 bei 156 mm (F5.8). Der nur 1.8″ große Sucher löst nur 77.000 Pixel auf.

Bei der A530 (5 Megapixel, 139 €) und der A540 (6 Megapixel, 179 €) fängt aktuelle Technik an. Der 1/ 2.5″ große Sensor ist klassenüblich, der Brennweitenbereich von 35-140mm bei Blende F2.6-F5.5 ausreichend. Die A540 hat ihrer kleinen Schwester den größeren Sucher (2.5″ mit 88.000 Pixel statt 1.8″ mit 77.000 Pixel) und die ISO 800 Einstellung voraus.

Canon PowerShot A630
Die A620 (7.1 Megapixel, 248 €) wird gerade von der A630 (8 Megapixel, 257 €) und A640 (10 Megapixel, 319 €) abgelöst. Alle drei Kameras haben einen großen Vorteil: Der 1/1.8″ große Sensor. Dieser sorgt für geringes Rauschen und angenehme Hintergrundunschärfe bei Portraits. Der Zoombereich liegt zwischen 35 und 140 mm und ist ausreichend praxisnah. Bei einer Blende von F2.8-F4.1 gelingen auch in kritischen Lichtsituationen noch gute Bilder. Bei Offenblende und einer Brennweite von 1400mm fällt mehr als doppelt so viel Licht auf den Sensor wie bei einer A540. Im Vergleich kann auch eine 710 IS mit dem Bildstabilisator nur in speziellen Situationen mithalten. Licht auf dem Sensor ist auch mit Bildstabilisatoren nicht zu ersetzen. Die A620 ist nicht mehr zu empfehlen, denn die A630 bietet zum gleichen Preis mehr Leistung. Die A630 und A640 haben einen 2.5″ großen Sucher mit einer hohen Auflösung von 115.000 Pixel. Die A640 unterscheidet sich von der A630 nur im höheren Preis und durch die 10 statt 8 Megapixel. Die enormen Pixelzahlen sind bei dieser Kameraklasse fast nur noch ein Marketinginstrument. Kein bezahlbares Objektiv liefert genügend Informationen auf den Sensor, so dass die Bilder der A640 zwar größer, aber kaum schärfer werden dürften. Da jeder einzelne Bildpunkt bei gleicher Sensorgröße kleiner werden muss, steigt bei der A640 automatisch das Rauschen gegenüber der A630. Die Kaufentscheidung ist klar: den Aufpreis kann man sich sparen und zur A630 greifen.

Die A700 bietet gegenüber der A630 nur den kleineren Sensor und das mit 210mm ungewöhnliche lange Teleobjektiv. Dieser Brennweitenbereich wird in der Praxis kaum Bedeutung haben. Wer bei 210mm und Blende F4.8 noch ein gutes Bild machen will, braucht eine ruhige Hand und sehr viel Licht. Oder eine dafür geeignete Kamera, die mindestens das Dreifache kosten und wiegen wird.

Das neue Flagschiff der Canon PowerShot A-Serie A710 IS hat einen Bildstabilisator und 7.1 Megapixel, einen großen Brennweitenbereich von 35-210mm und einen 1 / 2.5″ großen Sensor. Das ist viel Leistung für 285 €, aber bringt im täglichen Einsatz wenig Vorteile und einige Nachteile gegenüber einer A630. Die A710 IS ist optimal für alle, die gern mit einem langen Tele arbeiten. Für die Party im dunklen Zimmer ist die A630 besser.

5 Kommentare zu „Vergleich der Canon PowerShot A-Serie“

  1. Pingback: Neue Canon-Kameras IXUS 70/75 und PowerShot A560 und A570 IS · Happy Arts Blog

  2. Pingback: Überblick und Empfehlung Canon IXUS Modelle - Happy Arts Blog

  3. Vielen Dank für diese tolle Rezension!!!! Sie hat alle meine Fragen so beantwortet, dass ich zu einer Kaufentscheidung gelangen konnte. Gold wert!

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.