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Blogs, Blogger und das echte Leben

Blogger schreiben nur über sich und kochen gern im eigenen Sud. Das dieses Stereotyp beinahe wahr ist und trotzdem Spaß macht, hat die die erste Thüringer Bloglesung gezeigt.

Am Sonnabend trafen sich gut 30 Blogger und interessierte zur ersten analogen Schau ihres Könnens im Café Quirinius in Jena. Die Veranstaltung war ebenso multimedial, wie die die Blogs selbst. Es wurde gelesen, gesungen, gespielt, Videos, Fotos und Comics gezeigt und der Beamer hat das Stage-Licht bereitgestellt. Das Verhältnis von Besuchern und Spiegelreflexkamerabesitzern ist nur auf wenigen Pressekonferenzen noch extremer. Es wurde fotografiert, gepodcasted (ohgott, denglisch) und Filmchen aufgezeichnet, mit allem, was die moderne Digitaltechnik hergibt. Das wäre bei der nächsten Bloglesung nur noch mit Bühnenlicht, Feuerwerk und der obligatorischen Powerpoint-Präsentation zu überbieten. Das Café dagegen bot den passenden Old-Style-Kontrast und verhinderte, das die Veranstaltung gleich als reines Geek-Treffen abgestempelt wird.

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Doch aller neumodischer Blogger-Nerd-Multimediakram konnte nicht davon ablenken, dass es um all die schönen, traurigen und lustigen Dinge des Lebens ging. Mit dem Kolumnistenschwein startete die Lesung. Er sieht aus, wie man sich einen Blogger vorstellt, schreibt jedoch, wie man es bei einem Kolumnistenschwein erwartet. Michael, der Radio-G Podcaster aus Gera berichtete unter anderem über den Fall der Geraer Türme. Wenn man ihm die Möglichkeit raubt, im Raum auf- und abzugehen, kommt seine Erfahrung als Podcaster richtig zur Geltung. Gonzo gewinnt den Preis für das markanteste Outfit, zottelig gefolgt vom Kolumnistenschwein. Er berichtete von Reisen in Länder, die sicher nicht zu den klassischen Urlaubsregionen der Deutschen gehören. Hier wäre der Platz für die obligatorische Powerpoint-Präsentation gewesen, die den imaginierten noch ein paar reelle Bilder hinzugefügt hätte. Skurril war der Auftritt von Theodor Thornthrop, dem Beinahe-Londoner. Zwischen verbalen Links auf onlinecasino.com rezitierte er „Die Made“. Hoffentlich kommt bald der Videobeweis, sonst glaubt uns das keiner. Ich muss zugeben, das Blog von lesof habe ich wegen der furchbaren Optik mehr über- als gelesen. Doch nach diesem literarischen Highlight aus absurdistan ändert sich das auf jeden Fall. Kaum hatten wir unsere Lachmuskeln ein wenig entspannt, erzählte uns Pulsiv alle Details über sein bestes Stück und lies mit weiteren Geschichten aus seinen Leben kein Auge trocken. Basti’s Kopfzirkus entschwirren tiefgehende Gedanken über die Liebe und die Wahrheit. Den Text sollte jeder ab und zu lesen sollte, um den Realitätscheck zu machen. Marcus vom urbandesire rettete das musikalische Intro vor dem DRM-Tot. Ein spannendes Thema, über das ich auch schon ein wenig in den Zeiten von The Cures Pictures of You nachgedacht hatte. Zwischen den Lesungen spielte die Sapere Aude Memorial Band (Sven, das nächste mal borge ich dir meine Gitarre) und rahmte die Texte perfekt ein.

Die einzige Frage am Schluß: wann gibt’s die nächste?

Da alle anderen anwesenden Fotografen den Raum Blitzhell erleuchteten, wollte ich nicht das gleiche tun und meine Bilder sind mit einem 50 mm Objektiv bei Blende 1.4 (ISO 1600) unter natürlichen Lichtbedingungen entstanden. Das Zentralorgan der Thüringer Blogger stellt die Videos online.

24 thoughts on “Blogs, Blogger und das echte Leben”

  1. öhm! ich bin doch n pc-legastheniker.ich kann nichts außer tasten kloppen. wenn sich jmd.findet, der meinen blog fashioned macht, dann bin ich doch dabei – aber volle moppe. ich kanns nämlich echt nicht…*schluchz*. ich weiß noch nicht mal, wie ich links in meine eigenen kommentare einbaue. so viel dazu…

  2. lesof: ab und zu die shift Taste nutzen würde schon 80% meiner Probleme mit deinen Texten lösen. Wenn Du dann noch ein Template nimmst, welches nicht deinen ganzen Artikel auf eine einzelne Zeile auf meinem 1600x1200er Monitor schrumpfen lässt, wären die restlichen 19% erledigt. Aber egal: schreib einfach weiter – dein Beitrag war für mich das Highlight des Abends

  3. mönsch, frau lesof, dafür sind wir doch da! brauchen sie ein richtiges blog, auch anonym, kann man das doch organisieren. dem herrn textspeier konnte so z.b. zu einem ordentlichen blog verholfen werden.

  4. Themes gibt es viele, aber mir fehlt die Zeit, die alle einzeln durchzugehen und dieses Theme hier ist auch schon im Detail einiges angepasst, auch wenn es nicht so aussieht. Mir wäre eine Verbesserung nach und nach lieber…

  5. tjaaaha, dat aussuchen mussmer schon selbst machen. da kann dir keiner helfen 🙂 und das mit den anpassungen ist natürlich auch ne sehr individudele sache … außerdem geht das ja auch schon sehr tief in die materie … da brauchts spezialisten … so leute mit computerkenntnissen 😀

  6. Die grossen Canons sind geil, lohnen bei mir nicht – zu gross, zu schwer, zu wenig Einsatzmöglichkeiten. Warte auf die neue in der 10/20/30D Reihe. Muss mich wohl noch gedulden.

  7. Die 1D Mark III wiegt gut 200g weniger als meine Mark II, damit ist sie doch eine Alternative, oder? 🙂 Im Ernst: in dem Prosumer-Bereich wird es für die 30D sicherlich auch bald wieder eine neue geben, denn die ist ja schon über ein Jahr alt…

  8. also einige ich (lesof) mich mit mir (dem realen ego), daß bitte jmd von euch so nett ist,mich zu pimpen. wer ist mir egal.wer zeit hat..bitte “hier” über die e-mail-addi schreien.wäre sehr sehr nett.zur belohung gibts ne leberwirst to-go oder aber auch ein weinseliges beisammensein in meiner butze. zumal ich ja auch darauf hingewiesen wurde, daß das kommentieren bei mir unsexuelle ist, weil man da ja n paßwort braucht…

  9. lesof, schwarz gilt zwar gemeinhin als stilvoll, ist aber bei webseiten nich so dolle augenfreundlich :), da ja die lesegewohnheiten des gemeinen mitteleuropäers eher auf schwarz auf weiß eingestellt sind … 🙂

    solltest du ein richtiges eigenes blog wollen, mußt du allerdings damit rechnen, dass das ein bißchen geld kostet (ca. 5 Euro im Monat hostingkosten)

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